Mediation – Wissenswertes

Allparteilichkeit

Die Mediatorin / der Mediator ergreift für keine der Konfliktbeteiligten Partei und tritt jeder Seite gleichermaßen wertschätzend und frei von Bewertungen gegenüber.

Aufzeigen neuer Wege

Der Prozess konstruktiver und kreativer Lösungsfindung im Rahmen einer Mediation ermöglicht die Entwicklung neuer Ideen und Lösungen. Mediation unterstützt sinnvolle und notwendige Veränderungen.

Beeinflussbarkeit des Verfahrens

Die Konfliktpartner entscheiden eigenverantwortlich, wann sie den Mediationsprozess beginnen möchten. Jeder von Ihnen kann die Mediation zu jeder Zeit beenden. Während des Verfahrens entscheiden sie, wann und welche Themen sie bearbeiten möchten, welche Lösungen für sie tragfähig sind und ihren Bedürfnissen gerecht werden. All dies findet nicht öffentlich, sondern in einem geschützten, vertraulichen Rahmen statt.

Gefühle

Gefühle sind Indikatoren unserer erfüllten und unerfüllten Bedürfnisse. Aus Ihnen können wir schließen, was uns erfüllt oder was uns fehlt. Somit liegt in der Wahrnehmung und Achtung insbesondere von Gefühlen wie Wut, Angst, Ärger oder Scham wertvolles Potential für das Lösen von Konflikten.

Konflikt

Konflikt = Sachebene + Gefühl (Mediationsformel)

Ein Konflikt verläuft stets gleichzeitig auf der Sach- und Gefühlsebene. Werden nicht Sachebene sowie Gefühls- und Beziehungsebene gleichwertig in die Konfliktlösung einbezogen, kann der Konflikt nicht nachhaltig aufgelöst werden.

Konsens

Konsens: eine Übereinstimmung der Meinungen oder Standpunkte; Einigkeit (Quelle: Duden) „consensus“ (lat.) – Zustimmung, Verb: “consentire” (lat.) – zustimmen, „sentire“ (lat.) – fühlen, empfinden

Kostenreduzierung

Ungelöste Konflikte kosten Geld und binden Zeit. Mediation befähigt die Konfliktbeteiligten zeitnah nachhaltige Lösungen verbindlich festzulegen. So kann Produktivität kurzfristig wieder hergestellt werden. Mediationen sind in der Regel kostengünstiger als juristische Prozesse.

Mediand / Mediandin

MediandInnen sind die beteiligten KonfliktpartnerInnen in einem Mediationsverfahren, die eine Lösung anstreben, welche ihren Bedürfnissen und Interessen entspricht.

Mediator / Mediatorin

Der Mediator / die Mediatorin ist eine dritte, am Konflikt nicht beteiligte Person, die im Mediationsverfahren vermittelt und unterstützt. Sie/er wird von den Konfliktparteien ausgewählt und ist diesen gleichermaßen (allparteilich) verpflichtet. Sie/er unterliegt der Schweigepflicht und dem Mediationsgesetz. Die Ausbildungsanforderungen, Aufgaben und Verpflichtungen eines Mediators sind im Mediationsgesetz verbindlich geregelt.

Mediation

Mediation ist ein vertrauliches und strukturiertes Vermittlungsverfahren, bei dem Parteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche und tragfähige Auflösung ihres Konflikts anstreben (Win-Win-Situation).

Nachhaltigkeit

Die MediandInnen erfahren im Mediationsprozess Achtung und Akzeptanz ihrer Gefühle und Bedürfnisse. Sie erleben, wie Sie konstruktiv und wertschätzend einen Konflikt eigenverantwortlich lösen können. Diese Erfahrungen stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten für den Umgang mit späteren Konflikten. Mediation fördert so die Entwicklung einer Konfliktkultur.

Ressourcenorientierung

Mediation ermöglicht die Wahrnehmung bisher unbekannter Potentiale und hat ganz konkrete Lösungen zum Ziel – ohne Schuldzuweisungen und Vorwürfe. Ziele sind Deeskalation, Vertrauen in die Lösungsfindung und Entwicklung lösungsorientierter Energien.

Win-Win-Lösungen

Mediation verzichtet konsequent auf Sieger- und Verliererrollen. Die MediatorIn befähigt die KonfliktpartnerInnen, eigene, tragfähige Lösungen zu erarbeiten, die allen beteiligten Interessenslagen gerecht werden.

zeitnahe Lösung von Konflikten

Mediation ermöglicht einen unbürokratischen und konstruktiven Umgang mit Konflikten. Die KonfliktpartnerInnen legen Startzeitpunkt und den zeitlichen Verlauf selbst fest.

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